Erklärung

Was Ora und Peler sind und wie die Vorhersage entsteht.

Der nördliche Gardasee hat zwei tägliche Windsysteme: den Peler, einen Nordwind, der nachts einsetzt und bis in den Vormittag bläst, und die Ora, den thermischen Südwind, der an guten Tagen gegen Mittag einsetzt und den Nachmittag trägt. Beide entstehen aus dem Druck- und Temperaturgefälle zwischen der Po-Ebene und den Alpen — und genau dieses Gefälle lässt sich aus Wettermodellen vorhersagen.

Für jedes Regime gibt es ein eigenes statistisches Modell (logistische Regression), trainiert mit Messdaten aus 14 Jahren von der Meteotrentino-Station Torbole (2012–2026, 10-Minuten-Auflösung) und den zugehörigen Wetterlagen. Die Seite ruft aktuelle Vorhersagedaten von Open-Meteo ab und berechnet daraus die Wahrscheinlichkeit, dass das Regime mit rund 8 kt Mittelwind oder mehr feuert.

Die wichtigsten Treiber

Glossar

Ora
Thermischer Talwind aus Süd am Nordufer des Gardasees. Setzt an guten Tagen zwischen ca. 10:40 und 12:20 ein (Median 11:30) und trägt den Nachmittag. In der Hochsaison feuert sie an rund drei von vier Tagen.
Peler (auch Vento)
Nächtlicher bis vormittäglicher Nordwind. In Torbole misst ihn die Station aufgrund der Ablenkung durch den Monte Brione als Wind aus Nordost bis Ost. Gute Peler-Morgen gibt es an etwa der Hälfte der Saisontage.
GO / MAYBE / NO GO
Die Wahrscheinlichkeit des Modells, übersetzt in eine Empfehlung. Die Schwellen wurden an archivierten Vortagesprognosen aus drei Jahren kalibriert. MAYBE heißt: Grenzfall — Live-Daten am Morgen anschauen.
Treiber (+/−)
Die drei zuerst angezeigten Faktoren verändern die heutige Wahrscheinlichkeit am stärksten nach oben (+, grün) oder unten (−, rot). Ihre Rangfolge ergibt sich aus den Modellbeiträgen und wurde nicht redaktionell ausgewählt.
Beginn der Ora
Zeitpunkt, ab dem der Südwind mindestens 8 kt Mittelwind erreicht. Aus 14 Jahren Messdaten: Median 11:30 Uhr, die Hälfte aller Tage zwischen 10:40 und 12:20.

Mehr zur Modellgüte und Treffsicherheit.